NuklearMedizin 2017: Positive Bilanz

Eine sehr erfolgreiche gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Sibylle Ziegler (München), Univ.-Prof. Dr. Irene J. Virgolini (Innsbruck) und Prof. Dr. Philipp A. Kaufmann (Zürich) liegt hinter uns. An der NuklearMedizin 2017 haben 2.258 Teilnehmer aus 26 Nationen teilgenommen. Den Besuchern wurden in Dresden 169 wissenschaftliche Vorträge und 82 Poster präsentiert. Zudem umfasste das Fortbildungsprogramm des Kongresses zehn Sitzungen, die überwiegend interaktiv angeboten wurden.

Erfreulich hohe Besucherzahlen konnten ebenfalls wieder beim MTRA-Programm verzeichnet werden. Organisiert vom Vorstand der AG-MTM der DGN in Zusammenarbeit mit dem medizinisch-technischen Zweigverein der OGNMB und SVMTRA, bestand es aus sieben freien Vortragspräsentationen sowie sieben Fortbildungsveranstaltungen.
Zudem hatten die MTRA Gelegenheit, sich beim „MTRA-Workshop: Fit in Erster Hilfe – Wiederbelebung“ theoretisch sowie praktisch mit den wichtigsten Aspekten der Ersten Hilfe zu befassen.

Die Wolfgang Becker-Gedächtnis-Vorlesung zum Auftakt der Tagung wurde von Herrn Prof. Dr. Markus Schwaiger (München) zum Thema „Wie schlägt das Herz?“ gehalten.
Hervorzuheben ist zudem die Vortragsreihe „Young Investigator Award“, die sich aus Vorträgen der von den Reviewern am besten beurteilten Abstracts von Nachwuchswissenschaftlern zusammensetzte und auf großes Interesse bei den Besuchern der Dreiländertagung stieß.
Wegen der großen Resonanz in den Vorjahren hat es auf der NuklearMedizin 2017 erneut zwei Nuklearmedizin- und Radiologie-Foren gegeben. Gemeinsam organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) und der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) fanden sie zum Thema „Hybride Bildgebung“ statt. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Herrn Prof. Dr. Bernd J. Krause (Rostock) und Herrn Prof. Dr. Gerald Antoch (Düsseldorf). Renommierte Vertreter beider Fachgesellschaften haben hier zu ihren jeweiligen Schwerpunkten referiert.
Zusätzlich ist auf der Jahrestagung erstmals auch ein gemeinsames Symposium der beiden Fachgesellschaften zur Evidenz-basierten Medizin veranstaltet worden. Es beschäftigte sich mit der Akkumulation des Wissens sowie der Durchführung systematischer Übersichtsarbeiten und Metaanalysen als zentrale Schritte für die Erfassung und Präsentation der Evidenz.
Um den jungen Wissenschaftlern unseres Fachgebietes eine zusätzliche Kommunikationsplattform zu bieten, ist auf der Jahrestagung in Dresden auch wieder die Nachwuchslounge der DGN eingerichtet und gut besucht worden.

Eine gut besuchte und lebendige Industrieausstellung mit 59 Ausstellern aus zehn Ländern sowie acht Lunchsymposien rundeten das Tagungsgeschehen ab.

Das Vorkongress-Symposium am 26. April 2017 ist ebenfalls auf sehr großes Interesse bei den Kongressteilnehmern gestoßen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Wolfgang Fendler (München), Priv.-Doz. Dr. Elisabeth von Guggenberg (Innsbruck) und Priv.-Doz. Dr. Irene Burger (Zürich) widmete es sich dem Thema „Gallium-Liganden: Zukunft der Nuklearmedizin?“.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Mitwirkenden für ihren Beitrag zu einem gelungenen und erfolgreichen Kongress. Schon jetzt freuen wir uns auf die 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin vom 18. bis 21. April 2018 in Bremen.